High High ihr Lieben
Wir melden uns zurück aus der Sommerpause. Politik und Verwaltung nehmen wieder Fahrt auf – und auch wir starten mit voller Energie in den Spätsommer.
Wobei: Ganz ehrlich, untätig waren wir ohnehin nie.
Denn: Anfang Juni war es endlich so weit.
Was wir über Jahre angekündigt, verteidigt, vorbereitet und erkämpft haben, wurde Realität:
„Unser Sommermärchen 2025“ – die ersten Mitglieder des CSC Berlin e.V., darunter auch ein Vorstandsmitglied, wurden in legale Versorgungsstrukturen aufgenommen.
Nach über neun Jahren war das ein Moment, der uns tief berührt hat – organisatorisch ein Meilenstein, emotional ein kleiner Befreiungsschlag. Und: Ein klarer Beweis, dass unsere gemeinsame Arbeit Wirkung zeigt.
Neben den rund 200 Plätzen, die wir bereits vermitteln durften, können wir im September nochmal weitere 100 Plätze in dieser Anbauvereinigung in Tempelhof (Nähe Hafen) anbieten.
Wenn du daran interessiert bist, solltest du nicht mit deinem Beitrag bei uns im Rückstand sein. Alle Mitglieder, die ihren Beitrag für 2025/26 bereits bezahlt haben, erhalten von uns einen Link per Sondernewsletter und die ersten 100 Anmeldungen werden aufgenommen. Die finale Entscheidung über eure Aufnahme trifft jedoch die Anbauvereinigung.
Der Anfang war wichtig – aber es war eben auch nur ein Anfang. Wir hören nicht auf, bis alle von uns in legale Versorgungsstrukturen übergegangen sind.
Deshalb laufen parallel schon seit Monaten intensive Gespräche mit weiteren Anbauvereinigungen in Berlin & Brandenburg – konkret mit Ausgabe in Ostkreuz, Friedrichshain, Mitte und Neukölln. Leider gibt es bei fast allen noch einige Herausforderungen. Wir erwarten aber auch dort die ersten legalen Ausgaben – bei den meisten bereits in den nächsten Wochen.
Sobald auch dort neue Plätze frei werden oder neue Clubs aufnahmebereit sind, geben wir euch logischerweise sofort Bescheid.
Netzwerktreffen & Gründungsformate im September
Deshalb organisieren wir auch zum 14. September das mittlerweile 6. Berlin-Brandenburger Netzwerktreffen aller Anbauvereine.
Wir wollen nach der Sommerpause wieder alle an einen Tisch bringen und uns über die aktuellen Probleme bei den im Antragsverfahren steckenden Vereinen austauschen. Gerade das Berlin-Brandenburger Konzept (Anbau in Brandenburg, Ausgabe in Berlin) steht dabei klar im Fokus.
Denn: Es gibt mittlerweile zwei Anbauvereine, die einmal über das Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) in Brandenburg und einmal über das Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo) in Berlin mit solch einem Konzept ihre Genehmigung erhalten haben.
Wir halten beide Konzepte für sehr zukunftsweisend und werden uns dementsprechend in den nächsten Monaten mehr daran orientieren.
Unsere Mustersatzung gilt in Berlin genauso wie in Brandenburg. Deshalb werden wir ebenfalls am 14. September von 15 bis 18 Uhr einen Crashkurs für alle interessierten Neugründer:innen ausrichten – und in diesem möglichst kompakt über alle Herausforderungen, Probleme, aber auch Perspektiven berichten, die auf sie zukommen.
Wenn ihr ernsthaft eine Anbauvereinigung in Berlin oder Brandenburg mit auf den Weg bringen wollt, dann tragt euch bitte HIER für das Erstgespräch am 14.9.2025 ein.
Um diese dann in den kommenden Wochen bei der Gründung und Eintragung möglichst effizient zu begleiten, organisieren wir am 27. / 28. September eine Gründungswerkstatt für alle neuen Anbauvereinigungen, die wirklich in die Gründung gehen wollen.
Wir wollen damit möglichst viele Neuanträge bis zum Ende des Jahres auf den Weg bringen und somit zum einen die Versorgungsdichte für euch verbessern – und zugleich ein deutliches Zeichen Richtung Politik und Verwaltung senden, dass wir dringend mehr Anbauvereine für eine legale Versorgung all unserer Mitglieder benötigen.
Grüne Hilfe: Rückgang von Verfahren als echter Meilenstein
Ein weiteres deutliches Signal für die nachhaltige Wirkung des Cannabisgesetzes erreichte uns in Gesprächen mit Anwält:innen der Grünen Hilfe.
Sie berichteten, dass ihre Arbeit im Bereich von Cannabis-Delikten nahezu vollständig zum Erliegen gekommen ist – schlicht deshalb, weil der Erwerb und Besitz im Rahmen des CanG nicht mehr zu strafrechtlich verfolgbaren Straftaten führen.
Damit bestätigt sich, was wir lange gefordert haben:
Die Zahl der Strafverfahren ist seit Einführung des CanG massiv zurückgegangen, Polizei und Justiz werden spürbar entlastet – und wir müssen endlich nicht mehr mit völlig sinnloser Kriminalisierung rechnen.
Wir sehen und verstehen das als einen weiteren echt bedeutenden Meilenstein auf dem Weg zur Entkriminalisierung von Konsument:innen und zugleich als Beweis dafür, dass Regulierung statt Verbot in die richtige Richtung geht.
Wir wollen und werden diesen Weg weitergehen – gemeinsam mit euch.
Geplante Rückschritte im Medizinalcannabis-Bereich
Trotz all dieser positiven Zeichen gibt es leider auch geplante Rückschritte. Denn mit dem Referentenentwurf von Juni plant die Bundesregierung deutliche Einschränkungen im Medizinalcannabis-Bereich:
- Medizinalcannabis soll künftig nur noch nach persönlichem Arztkontakt verschrieben werden – Telemedizin und Online-Fragebögen wären damit ausgeschlossen.
- Zudem soll der Versand von Cannabisblüten über Apotheken verboten werden. Patient:innen müssten dann ihre Medikamente wieder persönlich in der Apotheke abholen.
Zahlreiche Fachverbände kritisieren diesen Entwurf als klaren Rückschritt:
Sie befürchten Versorgungslücken, insbesondere für mobilitätseingeschränkte Patient:innen, einen Rückfall in vor-digitale Strukturen – und letztlich ein Wiedererstarken des Schwarzmarkts.
Auch wenn es sich bislang nur um einen Entwurf handelt, sehen wir klare Tendenzen: Statt den Zugang zu erleichtern, wird er erneut erschwert – besonders im sensiblen medizinischen Bereich.
Umso dringlicher wird es, den Zugang im Bereich Freizeitkonsum-Cannabis über die Anbauvereinigungen zügig und bedarfsgerecht auszubauen.
Wir bleiben bei unserer Forderung:
Berlin braucht mehrere hundert Anbauvereinigungen, um den legalen Bezug von Cannabis für Konsument:innen via Mitgliedschaft in einer Anbauvereinigung tatsächlich sicherzustellen.
Mit bislang nur 8 genehmigten Anbauvereinen in ganz Berlin sind wir leider noch weit von diesem Ziel entfernt.
Kinoabend: Mittwoch, 11. September im FMP1
Damit ihr mit uns über all diese Punkte auch endlich wieder einmal persönlich ins Gespräch kommen könnt, laden wir euch hiermit herzlich zu unserem nächsten Kinoabend im FMP1 am Ostbahnhof ein.
Wir konnten einen der letzten Termine für dieses Jahr am 11. September sichern.
- Einlass: ab 19 Uhr
- Filmstart: 20 Uhr
- Film: The Legend of 420 – eine augenzwinkernde, zugleich hochpolitische Doku über die Legalisierungsbewegung in den USA, welche uns einige Parallelen zu unserer Situation in Deutschland aufweist.
”The Legend Of 420 ist eine schöne Ergänzung zu den massenkompatiblen Nachrichten über Cannabis, die dazu beitragen können, die Köpfe der Menschheit für eine Welt empfänglich zu machen, in der Cannabis ein echter Bestandteil unserer Gesellschaft ist” Quelle https://www.cannaconnection.de/
In der Einlasszeit vor dem Film – und wenn von euch gewünscht auch danach – beantworten wir euch alle eure Fragen. Dazu gibt’s ein bisschen Reggae à la CSC auf die Ohren, und für das leibliche Wohl sowie CanG-konforme Konsumzonen ist natürlich auch gesorgt.
Als Extra-Dankeschön vergeben wir an Mitglieder und Unterstützer:innen wieder über unsere Gästeliste Freitickets – Alle Mitglieder, die ihren Beitrag für 2025/26 bereits bezahlt haben, erhalten von uns einen Einladungs-Link per Sondernewsletter.
Für alle, die noch Freunde und Bekannte mitbringen wollen, könnt ihr weitere Tickets unter https://ladenkino.de/programm/open-air/ ganz einfach hinzubuchen.
Wir freuen uns riesig, viele von euch endlich mal wiederzusehen und gemeinsam mit euch einen cineastischen, lebendigen und herzlichen Abend zu verbringen.
Mitgliedsbeitrag 2025/26
Erst einmal ein riesen Dankeschön an alle, die ihren Beitrag bereits geleistet haben! Ohne euch wäre all unsere Arbeit nicht möglich.
Leider haben wir bisher jedoch noch immer nicht von all unseren Mitglieder den Jahresbeitrag 2025/26 in Höhe von 12 € erhalten.
Das stellt uns leider immer wieder vor finanzielle Herausforderungen und lässt unser gemeinsames Ziel, einen realen CSC in Berlin endlich eröffnen zu können, in weite Ferne rücken.
Wir alle arbeiten wie in den letzten neun Jahren ausschließlich ehrenamtlich. Aber auch diese Arbeit verursacht nicht unerhebliche Kosten sei es für Büro, Technik oder Verwaltungsstrukturen.
Deshalb bitten wir euch nochmals eindrücklich:
Wenn ihr unsere Arbeit ernsthaft unterstützen wollt, zahlt euren Beitrag bitte jetzt nach.
Eine erneute Zahlungsaufforderung und Rechnung erhalten alle Mitglieder, die mit ihrer Beitragszahlung im Rückstand sind, in den nächsten Tagen separat.
Wir freuen uns auf euer Feedback und vor allem auf den weiteren gemeinsamen Weg mit euch!



