Am 20. April 2026 lädt der Cannabis Social Club Berlin e.V. ab 16:00 Uhr in den Görlitzer Park am ehemaligen Pamukkale-Brunnen ein, um gemeinsam sein 10-jähriges Bestehen zu feiern – und gleichzeitig ein deutliches politisches Zeichen zu setzen.
10 Jahre Engagement für eine andere Cannabispolitik
Vor fast genau zehn Jahren, am 19. April 2016, wurde der CSC Berlin von einem kleinen Kreis engagierter Aktivist:innen und Patient:innen gegründet.
Unser gemeinsames Ziel war es von Anfang an, die strafrechtliche Verfolgung von hunderttausenden Konsument:innen in Berlin und von mehreren Millionen Menschen bundesweit zu beenden und die bestehenden drogenpolitischen Rahmenbedingungen grundlegend zu verändern.
Wir sind angetreten für eine akzeptierende und regulierende Cannabispolitik, für echten Jugend-, Verbraucher- und Gesundheitsschutz – und für legale Strukturen, in denen individueller und gemeinschaftlicher Cannabisanbau sowie ein verantwortungsvoller Umgang mit Cannabis überhaupt erst möglich werden können.
Aus dieser Idee ist in den vergangenen zehn Jahren eine starke Gemeinschaft entstanden: Aus 19 Gründungsmitgliedern wurden mehrere tausend Mitglieder.
Legalisierung braucht Raum – und funktionierende Strukturen
Zwei Jahre nach Inkrafttreten des Cannabisgesetzes zeigt sich in Berlin jedoch deutlich: Die Legalisierung bleibt in der Praxis unvollständig.
Es fehlt an Raum.
Raum für unsere Community.
Raum für Anbauvereinigungen.
Raum für einen funktionierenden, legalen Alltag.
Was auf dem Papier erlaubt ist, scheitert in der Realität häufig an fehlenden Flächen, an komplexen und uneinheitlichen Verwaltungsverfahren sowie an zusätzlichen Einschränkungen im öffentlichen Raum.
Gleichzeitig fehlt es an funktionierenden Strukturen: an klaren, praxistauglichen Genehmigungsverfahren, an abgestimmten Zuständigkeiten und an verlässlichen Rahmenbedingungen, die eine Umsetzung überhaupt erst ermöglichen.
Zentrale Fragen
Damit stellen sich zentrale Fragen:
Wie können Genehmigungsverfahren für Anbauvereinigungen schneller und praktikabler gestaltet werden?
Wie können geeignete Flächen für gemeinschaftlichen Anbau geschaffen werden?
Und wie lässt sich der Cannabiskonsum im öffentlichen Raum so regeln, dass Nutzungskonflikte reduziert und Jugendschutz tatsächlich umgesetzt werden können?
420 Smoke-In als politisches Signal
Der 20. April ist für uns daher mehr als ein Jubiläum.
Wir wollen diesen Tag nutzen, um gemeinsam mit euch ein sichtbares Zeichen zu setzen – für eine konsequente Weiterentwicklung der Cannabispolitik in Berlin und Brandenburg.
Um 16:20 Uhr ist ein gemeinsames Smoke-In geplant, das symbolisch für den Beginn eines neuen Abschnitts steht: weg von reiner Gesetzgebung, hin zu tatsächlicher Umsetzung.
Programm und Beteiligte
Die Veranstaltung ist als politische Kundgebung angemeldet.
Es werden Redebeiträge aus Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft erwartet, unter anderem von:
- Carmen Wegge
- Klaus Lederer
- Vasili Franco
Musikalisch werden wir von DJ LouLarge sowie den Grooving Smokers mit feinstem Reggae-Sounds begleitet.
Einladung an alle
Wir laden alle Mitglieder, Unterstützer:innen und Interessierten ein, gemeinsam mit uns diesen Tag zu begehen.
Wer den Schwarzmarkt wirklich zurückdrängen will, muss legale Strukturen stärken.
Wer Jugend- und Verbraucherschutz ernst meint, muss für eine funktionierende Umsetzung des CanG sorgen.
Legalisierung darf nicht nur auf dem Papier existieren – sie muss im Alltag funktionieren.
Ausblick
Nach zehn Jahren Engagement stehen wir an einem entscheidenden Punkt.
Der CSC Berlin richtet sich neu aus, um neben politischer Arbeit auch reale Strukturen für die Community zu schaffen – bis hin zu eigenen Community- und Clubräumen.
Der 20. April ist dafür ein sichtbarer Auftakt.
Eckdaten der Veranstaltung
Ort: Görlitzer Park, Berlin (ehem. Pamukkale-Brunnen)
Datum: 20.04.2026
Beginn: 16:00 Uhr
Gemeinsames Smoke-In: 16:20 Uhr





